Leonhard-Frank holt Titel

Jährlich tragen die Grundschulen in Würzburg ihre Stadtmeisterschaft im Mädchenfußball aus. An insgesamt acht Grundschulen werden mittlerweile sogenannte „Kicking Girls-AGs“ für fußballbegeisterte Mädchen angeboten, die vom Bayerischen Fußballverband (BFV) finanziert und von Sportstudentinnen geleitet werden.

Damit ist Würzburg der größte Mädchenfußball-Standort in ganz Bayern. Der jährliche Höhepunkt ist für die Mädchen dieser Arbeitsgemeinschaften (AGs) die Stadtmeisterschaft, bei der sie sich darin messen können, wer besonders gut trainiert hat. Heuer hatten die Spielerinnen der Leonhard-Frank-Grundschule vom Heuchelhof die Nase knapp vor Titelverteidiger Lengfeld vorn. „Wir spüren von Jahr zu Jahr immer mehr, wie wir den Mädchenfußball in der Region voranbringen“, zeigt sich Heinz Reinders, Vorstand beim SC Heuchelhof und Initiator der „Kicking Girls-AGs“ begeistert.

„Wir erreichen immer mehr Mädchen und das spielerische Niveau steigt merklich an“, sagt Reinders in einer Pressemitteilung. Die Stadtmeisterschaft wird gemeinsam mit dem Arbeitskreis Sport in Schule und Verein ausgerichtet, der sich bereits seit über einem Jahrzehnt um die Förderung des Mädchenfußballs kümmert. Weitere Infos zum Mädchenfußballprojekt gibt es im Internet (www.kicking-girls.org). Unser Bild zeigt die Spielerinnen der „Kicking Girls-AGs“ bei der Stadtmeisterschaft.

Neues aus der Wissenschaft

Der vorliegende Bericht stellt den Test zur Erfassung fußballbezogener Kompetenzen bei Nachwuchsspielerinnen vor. Der „Soccer COmpetencies in Realistic Environments“-Test (kurz: SCORE) basiert auf der Beobachtung der Performanz während einer 4-gegen-4-Spielsituation. SCORE ist ein Instrument zur Talentdiagnostik im Nachwuchsbereich und wurde für Spielerinnen im Alter von acht bis 16 Jahren erfolgreich erprobt. Spielerinnen werden mittels SCORE in sieben Dimensionen bewertet. Diese Dimensionen bilden die technischen Kompetenzen und das Spielverständnis der Spielerinnen zuverlässig, objektiv und valide ab.  Mehr dazu...

Über das NFZ

Das Nachwuchsförderzentrum für Juniorinnen wurde im April 2014 gegründet. Anlass war die Idee, talentierte Spielerinnen zu fördern und dabei den Entwicklungsbesonderheiten von Mädchen gerecht zu werden. Das innovative Konzept zielt dabei darauf ab, die Juniorinnen in ihrer ganzen Persönlichkeit und der Vielfalt ihrer sportlichen Fähigkeiten zu fördern und so den besonderen Anforderungen im Leistungsfußball der Mädchen und Frauen besser gerecht zu werden.

Faire Talentsichtung

Besondere Talente und Fähigkeiten müssen sorgsam entdeckt und gefördert werden, damit sich diese nachhaltig entwickeln können. Es gibt Situationen, in denen Heranwachsende in einer kurzen Testung nicht ihr gesamtes Potenzial entfalten. Deshalb werden im NFZ Spielerinnen über vier Wochen hinweg beim regelmäßigen Sichtungstraining beobachtet und fair in ihren Fähigkeiten eingeschätzt. Dadurch besteht die Möglichkeit, die ganze Spielerinnen-Persönlichkeit kennen zu lernen.